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Machbarkeitsstudie

Die kommunenübergreifende Machbarkeitsstudie "Wärme aus Tiefengeothermie für die Fernwärme in Düsseldorf und Duisburg" hat zum Ziel, die geologischen Gegebenheiten und mögliche Standorte für Probebohrungen zu erfassen sowie die technische und wirtschaftliche Umsetzung eines Fernwärmenetzausbaus zu bewerten.

Um die Wärmewende voranzutreiben, hat der Landtag von Nordrhein-Westfalen 2019 den Beschluss „Wärmepotentiale nutzen – Einsatz der Geothermie erleichtern“ gefasst. Dieser beinhaltet unter anderem eine flächendeckende geothermale Charakterisierung, wie sie der Geologische Dienst NRW (GD NRW) im Herbst 2022 mit den 2D-seismischen Messungen im Rheinland umgesetzt hat.
Ein weiterer Bestandteil des Landtagsbeschlusses ist die Förderung von Maßnahmen zur Erkundung und Nutzung der geothermischen Fernwärme in der Rhein-Ruhr-Region. Drei Projekte wurden in diesem Rahmen mit einer Gesamtsumme von 1,5 Millionen bedacht. Das kommunale Cluster Düsseldorf-Duisburg ist mit seiner Machbarkeitsstudie zur Erschließung und Nutzung der Tiefengeothermie einer der Preisträger.

Die 500.000 Euro Förderprämie werden nun genutzt, um die wirtschaftlichen und technischen Erfolgsaussichten der geothermischen Fernwärme in den beiden Städten abzuschätzen. Arbeitsteilig analysieren die Projektpartner verschiedene Lösungsansätze, beispielsweise Überlegungen zu weiteren Explorationsschritten oder Bohrungen, und identifizieren mögliche Risiken. Die Stadtwerke Düsseldorf übernehmen dabei mit Unterstützung des Fraunhofer IEGs und den Stadtwerken Duisburg die weiteren geologischen Erkundungen, analysieren also z. B., welche Gesteinsschichten im Untergrund vorliegen und wo mit natürlichen Tiefenwasservorkommen zu rechnen ist. Die Stadtwerke Duisburg analysieren gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Energietechnik der Universität Duisburg Essen Details zur Wirtschaftlichkeit und Technik der örtlichen Energiesysteme, beschäftigen sich demnach unter anderem mit dem möglichen Ausbau der Fernwärmenetze. Die allgemeine Projektkoordination sowie die Abstimmung der internen und externen Kommunikation liegt im Verantwortungsbereich der Städte Düsseldorf und Duisburg.